Open Contact
(virtueller Austausch zwischen chinesischen und deutschen SchülerInnen)


Künstlerische Sparten: interdisziplinär
Beteiligte Partner: Gallus Zentrum, Wöhlerschule Frankfurt, Schule No. 6 Guangzhou
Teilnehmer: in Deutschland: 25, 16-18, m und w; in China: 100, 15-17, m/w
Mitarbeiter:
Deutschland: 5 Kulturpädagogen (2 Filmemacher, 1 Grafiker, 1 Musiker, 1 Videokünstler), 1 Praktikantin;
China: 3 Englischlehrerinnen
Zeitraum: Sept. 2005 - März 2006, 2 Projektwochen
Ort: Deutschland: im Gallus Zentrum, China: in der Schule
Finanzierung: Stadt Frankfurt (Jugend- und Sozialamt) und Gallus Zentrum
Open Contact

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Zustandekommen der Kooperation:
Die Initiative zu dem Austausch ging vom Gallus Zentrum aus, das vorher schon 2 ähnliche Projekte mit Israel und Rostock durchgeführt hatte. Der Reiz der Kooperation mit China lag zum einem im Exotischen des Kontakts, zum anderen in der Frage, wie offen und frei das Internet dort ist. Das Gallus Zentrum nahm Kontakt zuerst zur chinesischen Seite (über das Städtepartnerbüro der Oberbürgermeisterin) auf und hatte recht schnell die Schule No. 6, eine riesige Mittelschule (entspricht Gymnasium) zugeteilt bekommen. In Frankfurt fragten wir die Wöhlerschule (Gymnasium) an, die schnell und unkompliziert mitmachten.
Vorbereitungen:
Ein langer e-mail Kontakt zwischen der Leitung des Gallus Zentrums und der chinesischen Englischlehrerin ging dem Projekt voraus. Da die Chinesen keinerlei Erfahrungen hatten, akzeptierten sie unsere Konzeption schnell, waren aber leider nicht in der Lage, ein dem unseren adäquates Kulturprojekt zu realisieren. Künstlerische Produkte hingen damit in Guangzhou allein von den indivuellen Fähigkeiten der SchülerInnen ab.
Kurz nach der ersten Projektwoche, in der die beiden Seiten jeweils isoliert an einem medialen Selbstporträt arbeiteten, um sich den Partner vorzustellen, tauschten wir die e-mail Adressen zwichen den Schülern direkt aus, mit der Aufgabe, mögliche Themen für die folgende gemeinsame Projektwoche zu verabreden. Das funktionierte sehr schlecht, sei es weil die Chinesen unter Prüfungsstress standen oder wegen e-Zensur. Letzendlich kamen die meisten Themen von unseren SchülerInnen.
Kurzbeschreibung:
Ziel war es, einen interkulturellen Austausch mit den neuen technischen Möglichkeiten des Internet zu realisieren. Es sollten ungefilterte Einblicke in die Lebenswelt der jeweils anderen Jugendlichen ermöglicht werden, wie man sie aus den Massenmedien nicht bekommt.
Dies sollte mit künstlerischen Ausdrucksformen in den Bereichen Video, digitale Fotografie und Musik geschehen.
Das Projekt bestand aus zwei Projektwochen (September 2005 und Februar 2006). Die erste Projektwoche stand unter dem Motto: wir stellen uns vor. Beide Seiten, die chinesische wie die deutsche produzierten ein Selbstporträt mit Medien. Die Chinesen schickten uns im Dezember 3 CD-Roms mit Filmen, Musikstücken und Powerpointpräsentationen, wir bauten eine Internetseite (www.open-contact.net) mit den gleichen Mitteln, sodaß beide Seiten sich über die jeweils andere informieren konnten.

Dann schlugen wir vor, e-mail Adressen zwischen den SchülerInnen direkt auszutauschen, damit eine Diskussion über mögliche Themen für die gemeinsame Projektwoche in Gang kommt und um sich direkt zu beschuppern. Das Ergebnis war unterschiedlich. Hier kam reger e-mail Austausch zustande, dort lief überhaupt nichts.
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten lagen dann die Themen fest, die für die Projektwoche bestimmend sein sollten:
world cup/sports, individuality, movies, freetime&music, food, made in china/germany, travel

Unsere 25 WöhlerschülerInnen teilten sich auf in 3 Gruppen, die unter Anleitung von Künstlern die Themen künstlerisch und kreativ bearbeiteten. Eine vierte Gruppe, die Redaktionsgruppe war Herzstück und Verbindungsglied zu den chin. Schülerinnnen, sie hielten den online-Kontakt aufrecht, luden die Produktionen hoch und erklärten den Chinesen, wie es geht.
Die unterschiedlichen Rahmenbdingungen führten dazu, dass der kreative Output hier in Frankfurt in der 2. Projektwoche deutlich größer war als in China.
Dies kann man sehen, wenn man sich gemeinsame Internetplattform, auf der das Projekt (öffentlich) lief, anschaut: www.open-contact2.net

Ergebnisse und Konsequenzen der Kooperation:
Das Erlebnis der direkten Kommunikation mit den Chinesen via Videokonferenz und Chat war beeindruckend. Leider wurde der Kontakt nach der 2. Projektwoche nicht fortgesetzt. Wir hatten den Eindruck, dass die chinesischen Lehrerinnen wenig Zeit/Interesse daran hatten. Es schien, dass ihnen das Projekt verordnet worden war.
Die SchülerInnen hatten danach noch vereinzelt Kontakt. Das Projekt wurde 2006 mit dem Dieter-Baacke-Preis (2. Platz) ausgezeichnet.

Dokumentation:
www.open-contact.net www.open-contact2.net

Kontakt Kooperationspartner

Außerschulischer Partner: Gallus Zentrum e.V.
Kontaktperson: Bernhard Kayser, Sabine Hoffmann
Adresse: Krifteler Str. 55, 60326 Frankfurt
Fon: 069-7380037
E-Mail: galluszentrum@web.de

Schule: Wöhlerschule Frankfurt
Kontaktperson: Monika Weber-Backhaus, Stefan Neureiter
Adresse: Mierendorffstraße 6, 60320 Frankfurt a. M.
Fon: 069 / 212 -35 721
Fax:: 069 / 212 - 32 057
E-Mail: info@woehlerschule.de