Lebens(t)räume

Künstlerische Sparten: interdisziplinär
Beteiligte Partner: Acht Mittelschulen aus Ostsachsen, LKJ Sachsen, verschiedene Künstler
Teilnehmer:Schülerinnen und Schüler aus dem ländlichen Raum zwischen 12 und 16 Jahren
Mitarbeiter: Lehrer, verschiedene Künstler
Zeitraum: 12./13. April 2003
Intervall der Treffen:
Finanzierung:
Ort: Burgteichschule in Zittau
Thema: kein spezielle Thema

Zustandekommen der Kooperation:
Seit acht Jahren wird das Kreativwochenende für SchülerInnen aus dem Ostsächsischen Raum in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Sachsen mit Schulen vor Ort durchgeführt.

Kurzbeschreibung:
Stellvertretend für die zahlreichen Workshops sollen einige aus dem Bereich bildende Kunst kurz vorgestellt werden.

Mangas zeichnen:
Zeichnen, malen, skizzieren - in konzentrierter Atmosphäre erläuterte die künstlerische Leitung des Workshops zunächst Techniken und Eigenheiten des japanischen Comicstils. Viele der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren jedoch schon halbe Profis auf diesem Gebiet. Sie entwarfen mit Bleistift und Pinsel eigene kleine Bildergeschichten und tauschten ihre Ideen untereinander aus. Am Ende entstanden ganze Hefte gefüllt mit selbst gemalten Mangas. Die Jugendlichen lobten vor allem die Zusammenarbeit und den Austausch im Projekt, der für viele die wesentlichste Unterstützung war.
Töpfern:
Den Umgang und die Verarbeitung von Ton zu Gebrauchsgegenständen konnten die Schüler von Jan Michalenkow, einen tschechischen Töpfermeister erlernen. Es entstanden in der Töpferwerkstatt zahlreiche interessante Tongefäße. Diese wurden von den Teilnehmern erst nach Anleitung, später vollkommen selbstständig und frei Hand geformt. Einige SchülerInnen versuchten sich auch an der Töpferscheibe, was sich jedoch als ausgesprochen schwierig erwies. Für die sprachliche Verständigung zwischen Schülern und Künstlern sollte ein Dolmetscher sorgen, der jedoch gar nicht in Erscheinung treten musste, da die nonverbale Kommunikation über Zeigen und Nachahmen bestens funktionierte.
Kupferdruck:
Die Werkstatt zum Thema Kupferdruck fand in der speziell dafür eingerichteten Werkstatt des Zittauer Künstlers Dirk Bradel statt. In dieser interessanten und anregenden Umgebung entstanden nach einigen Erklärungen und Einführungen in die Technik sowie einer kleinen Probearbeit mehrere sehr schöne Radierung, die zur Abschusspräsentation gezeigt wurden.
Fotografie:
Am meisten nachgefragt und mit neun Teilnehmern pro Workshop schon etwas überbesetzt waren die beiden angebotenen Fotografiewerkstätten. Nach einigen technischen und gestalterischen Einführungserklärungen durch zwei Fotografen machten sich die SchülerInnen auf den Weg, um den Lebensraum Zittau in Bildern festzuhalten. Experimentieren mit dem Bildobjektiv war dabei explizit erlaubt. Nach der fotografischen Entdeckungsreise trafen sich die Fotografen im Labor wieder, um ihre Filme selbst zu entwickeln und die Bilder zu vergrößern. Danach wählten die Schüler die besten Bilder für eine Ausstellung aus, schnitten sie zurecht und brachten sie auf Passepartouts, um sie den anderen Teilnehmern zu präsentieren.

Ergebnisse und Konsequenzen der Kooperation:
Ausgewertet und evaluiert wurde das Kreativwochenende in Gesprächsrunden von Lehrern und Workshopleitern. Die Schüler bekamen Fragebögen, auf denen sie ihre Ideen und Meinungen äußern konnten. In der Rückbetrachtung wurde eine gewisse Distanz zwischen den Workshopleitern und den Lehrern thematisiert. Dies äußerste sich z.B. darin, dass einerseits einzelne Workshopleiter bemängelten, die Lehrer würden nicht respektvoll genug den Schülern und ihnen selbst gegenüber auftreten, indem sie z.B. ungefragt und störend in die Workshops eingriffen. Andererseits fanden die Lehrer mehrere Verhaltensweisen der Workshopleiter unangebracht. Der Austausch, das Gespräch und die gemeinsame Reflexion waren hier dringend notwendig und hilfreich. Durch die Gesprächsrunden und die Auswertung der Fragebögen wurde jedoch deutlich, dass das Ziel des Projektes insgesamt erreicht wurde. Das Kreativwochenende war für Schülerinnen und Lehrer ein kreativer Raum zum Ausprobieren, selbst verwirklichen und Horizonte erweitern, aber auch eine große Unterstützung zur Vernetzung von Schulen sowie zum kennen lernen der Teilnehmer aus verschiedenen Städten und Schulen.

Dokumentation:
Am Sonntag Nachmittag fand die Ergebnispräsentation statt, die ein voller Erfolg wurde. Neben Freunden und Familie waren auch Politikvertreter der Stadt Zittau erschienen. Die Schüler präsentierten ihre Ergebnisse und lernten die Arbeit der anderen Teilnehmer der Workshops kennen.

Kontakt Kooperationspartner

Außerschulischer Partner: Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Sachsen e.V.
Kontaktperson: Christine Range
Adresse: Sternwartenstr. 4, 04103 Leipzig
Fon: 0341 / 25 77 305
Fax: 0341 / 25 77 306
E-Mail: lkj.sachsen@t-online.de

Schule: Burgteichschule